Bayern am Scheideweg – wie lang darf Klinsi noch verlieren?
Nach dem 2:4-Pokal-Aus gegen Bayer Leverkusen bemühten sich alle Bayern-Akteure nach dem Spiel um Schadensbegrenzung. Der Gegner habe stark gespielt, die Taktik, Leverkusen erstmal kommen zu lassen sein nicht aufgegangen, die Mannschaft habe nach dem 0:3 Moral bewiesen und das Spiel noch fast gedreht. Aber eben nur fast.
Nach 22 Spieltagen liegt der Rekordmeister in der Liga auf Platz 5, 4 Punkte hinter Spitzenreiter Hertha. „Gar nicht soooo schlecht“ würden jetzt ¾ der Bundesligateams sagen. Aber eben nicht die Bayern. Nur 11 Siege in 22 Spielen, 6 Unentschieden, 5 Niederlagen. Darunter die empfindliche Pleite zuhause gegen Aufsteiger Köln. Jürgen Klinsmann hat schon lange nicht mehr die Rückendeckung von Hoeneß und Rummenigge, auch wenn diese öffentlich stets betonen, das Ziel sei ein langfristiges und in der Champions League würde es ja super laufen.
Aber wehe, hier ist im Viertelfinale (das nach dem 5:0 bei Sporting sicher erreicht ist) Schluss mit lustig. Oder wehe, die Münchner verlieren am Wochenende noch gegen Hannover. Dann gerät Buddha-Klinsi immer tiefer in den Misserfolgsstrudel. Seine Mimik wirkt in den letzten Wochen ohnehin erkennbar angespannt, das Feuer in den Augen ist längst erloschen.
Meister werden die Bayern in diesem Jahr sicher nicht, Pokalsieger auch nicht. Auch der Sieg in der europäischen Königsklasse ist mehr als unwahrscheinlich. Es winkt also nach langer Zeit mal wieder ein Jahr ohne Titel. Und dann müssen die Offiziellen in München erst recht die Langfristigkeit der gesetzten Ziele neu überdenken…
January 6th, 2009
Leave a Comment
Some HTML allowed:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>
Trackback this post | Subscribe to the comments via RSS Feed